Stromsystem im Wandel

Das Stromsystem in Deutschland und Europa befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Mit dem Energiekonzept 2010 und den Beschlüssen für eine beschleunigte Energiewende in 2011 hat die Bundesregierung die zentrale Weichenstellung für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung unter Maßgabe einer weitgehenden Reduktion der klimarelevanten Treibhausgasemissionen gesetzt. Die Ziele des Energiekonzepts werden durch den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD nochmals bekräftigt.

Damit verbunden ist der stetige Ausbau der Stromerzeugung aus (fluktuierenden) erneuerbaren Energien, der bis 2020 einen Anteil von mindestens 35 Prozent sowie bis 2050 einen Anteil von mindestens 80 Prozent erreichen soll. Die Integration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in das Energiesystem sowie die weitgehende Reduktion der klimarelevanten Treibhausgasemissionen in allen Systembereichen erfordert eine, die verschiedenen Energieversorgungssparten übergreifende, Optimierungsstrategie und die Nutzung innovativer Systemlösungen. Damit verbunden sind verschiedene Herausforderungen wie beispielsweise die Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren, die Netzintegration der Stromerzeugung aus (fluktuierenden) erneuerbaren Energien, der Ausbau von Energiespeicherkapazitäten sowie die Weiterentwicklung und Flexibilisierung des konventionellen Kraftwerkparks zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Die dena arbeitet in vielen Projekten an diesen Themen und gestaltet das zukünftige Energiesystem auf vielen Wegen mit.

Weiterführende Informationen zu den unterschiedlichen Aspekten beim Umbau des Energiesystem finden Sie auf den jeweiligen Projektseiten.


Plattform Systemdienstleistungen

Die dena hat die Plattform Systemdienstleistungen mit dem Ziel initiiert, die Weiterentwicklung der Erbringung von Systemdienstleistungen bis 2030 aktiv zu gestalten.

Zu den Aktivitäten zählen unter anderem:

  • das kontinuierliche Erfassen und Auswerten laufender Aktivitäten im Themenfeld Systemdienstleistungen
  • das Zusammenbringen wesentlicher Projekte und Institutionen in diesem Bereich
  • die Erarbeitung von Prozessstandards zur Koordination von Übertragungsnetz-, Verteilnetz- und Anlagenbetreibern
  • die Konsolidierung und Kommunikation von Ergebnissen und Handlungsempfehlungen in Richtung Politik und interessierte Fachöffentlichkeit

An der Plattform nehmen neben der dena unter anderem Stromnetzbetreiber, Projektentwickler, Anlagenbetreiber und Technologiehersteller sowie das Bundeswirtschaftsministerium teil. Sie steht auch dem Dialog mit weiteren Akteuren aus dem Themenfeld Systemdienstleistungen offen, die mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen die Arbeit der Plattform unterstützen oder vom Wissensaustausch profitieren wollen.

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Strategieplattform Power to Gas

Fachakteure aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft haben sich in der Strategieplattform Power to Gas der dena zusammengeschlossen, um die Systemlösung Power to Gas weiterzuentwickeln, einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und mit Entscheidungsträgern über den zukünftigen Einsatz zu beraten. Die Strategieplattform unterstreicht die Notwendigkeit von Speichern für ein zukünftiges Energiesystem mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien und  unterstützt den Einsatz von Power to Gas zur Integration von Strom aus regenerativen Quellen in das gesamte Energiesystem. Dabei sollen alle Erzeugungs- und Nutzungspfade gleichrangig behandelt und somit die Entwicklung verschiedener Geschäftsmodelle ermöglicht werden.

Die Strategieplattform bündelt für ihre Arbeit die Erfahrungen und Kompetenzen ihrer Partner aus unterschiedlichen Sektoren und Bereichen, um gemeinsam die Markteinführung von Power to Gas voranzutreiben.

  • Die Partner erstellen und analysieren Studien und Analysen zur Entwicklung des Energiesystems und relevanten Fragestellungen im Kontext Power to Gas.
  • Sie tauschen Erkenntnisse aus der Technologieentwicklung und aus Pilot- und Demonstrationsprojekten aus.
  • Sie entwickeln gemeinsam Handlungsempfehlungen zur Schaffung der technischen und politischen Rahmenbedingungen für Power to Gas.

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Pilotprojekte Demand Side Management

Gemeinsam mit den zuständigen Ministerien setzt die dena in Bayern und Baden-Württemberg zwei Pilotprojekte für Demand Side Management um. Ziel der Projekte ist es, regionale Unternehmen dabei zu unterstützen, vorhandene Lastverlagerungspotenziale zu erkennen und wirtschaftlich zu vermarkten. Darüber hinaus wird die Ausgestaltung eines Marktes für Demand Side Management in Deutschland gefördert.

Hierzu werden in Unternehmen die praktischen Potenziale für ein wirtschaftlich nutzbares Demand Side Management ermittelt, deren Vermarktung in der Praxis erprobt und daraus Schlussfolgerungen für eine verbesserte Markterschließung abgeleitet.

Zum Pilotprojekt DSM Bayern

Zum Pilotprojekt DSM Baden-Württemberg